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Geschichte des Ortes und der Kirche

 

Der Bau der Kirche wird von Kirchenbausachverständigen in die Zeit um 1225 oder früher gelegt. Ein weiterer Kirchenbau in Vorpommern weist ähnliche äußere Baudenkmale auf wie die Kavelstorfer Dorfkirche, es ist die Dorfkirche Benz auf Usedom. Die Zeit der Erbauung dieser Kirche datiert um 1229, da dort schon ein amtierender Pfarrer genannt wird. Da die Christianisierung von Westen nach Osten vordrang, liegt die Vermutung nahe, da Kavelstorf ca. 150 Kilometer westlich von Benz liegt, dass die Kavelstorfer Kirche älter ist.

Gegründet wurde die Ansiedlung Kavelstorf von dem Locator Ritter Lodovicus Caboldus wohl um 1221, da dort erstmalig dieser Ritter nachweislich genannt wurde. Aufgaben der Locatoren war es, den christlichen Glauben in den slawischen Osten zu bringen im Interesse der Erweiterung des Einflussbereiches der römisch- katholischen Kirche.

Der Ort wurde auf einer Insel gegründet, die nur durch einen schmalen Landweg mit Brücke vom Süden her erreicht werden konnte.

Der Ort erhielt den Namen Kaboldisdhorpe, im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der Namen von Kaboldesdorp(e), Kapoldestorpe, Kabelstorp nach Kavelstorf. Noch um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde Kavelstorf mit C geschrieben.

 

Als Siedler die Kirche in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichteten, wollten sie nicht nur einen Sakral-, sondern auch einen Schutzraum schaffen. Darauf lassen die verhältnismäßig kleinen Portale und erhöht eingelassenen, schmalen Fenster der aus Felssteinen gebauten Kirche schließen. Leib und Leben waren damals freilich größeren Bedrohungen ausgesetzt als heute. Doch vermittelt die massive Bauweise nach wie vor Geborgenheit. Der Innenraum wirkt hell und freundlich. Das liegt an einem optischen Trick, dessen man sich bei der Verzierung der Gewölberippen bediente: die Blumenornamente erscheinen zur Mitte hin perspektivisch reduziert. 

 Der historische Kirchenbau liegt südlich von Rostock in dem kleinen Ort Kavelstorf und ist über die gleichnamige Autobahnabfahrt aus beiden Fahrtrichtungen gut zu erreichen.
Selbst schützend von Bäumen umgeben bietet die Kavelstorfer Kirche Autofahrern Zuflucht vor dem Lärm und der Rastlosigkeit der Straße.
An der Kirche stehen Parkplätze für PKW zur Verfügung.
Für Fußgänger und Radfahr
er ist die Kirche ohne Schwierigkeiten zu erreichen. Rollstuhlfahrer können über eine Zufahrt an der Nordseite das Kirchengelände befahren und durch den Eingang an der Südseite in die Kirche gelangen. (Dieser wird nach vorherige Absprache geöffnet - bitte nehmen sie diesbezüglich Kontakt mit uns auf.)  

In der Kirche liegt ein Anliegenbuch aus; die Besucher können Kerzen entzünden.

Gegenüber von der Kirche liegt der Pfarrhof mit einem wieder aufgebauten Backhaus, dass seit 2013 wieder zum Brotbacken genutzt werden kann. 

 

Pfarrhaus aus dem 19. Jahrhundert mit Gemeinderäumen und Pfarrwohnung

 


© Evangelische Kirchgemeinde Kavelstorf