Liebe Leserin, lieber Leser, liebes Gemeindemitglied,

 

ich nummeriere die Informationsblätter durch. Die heutige Information ist schon die 11. Für mich kaum zu glauben, dass ich wirklich schon seit 10 Wochen auf diesem Wege mit ihnen Kontakt halte und sie über das eine oder andere informiere. In Gesprächen höre ich manchmal, wie mühsam die Einhaltung der Coronaregelungen ist und wie verwirrend sie sind. Die Einsamkeit ist für manch einen eine Last. Ich biete darum gerne mein Gespräch an. Rufen Sie mich an, wenn sie Fragen haben oder einfach nur erzählen wollen.

Den Kirchen wird momentan ein wenig vorgeworfen, dass sie sich zu schnell in alle staatlichene Regelungen gefügt haben. Auf der Homepage unseres Kirchenkreises lese ich laut einer Epd-Mitteilung folgende Stellungnahme des Bischofs T. Jeremias. / 19.05.2020 ǀ Hamburg/Greifswald.  

Bischof Tilman Jeremias hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Kirche sei in der Corona-Pandemie gesellschaftlich bedeutungslos. Es sei vielleicht gerade die Stärke der Kirche, "sich weniger als marktschreierische Welterklärerin zu gerieren denn als hilfsbereite Begleiterin verunsicherter oder kranker Menschen", schreibt Jeremias in einem Gastbeitrag in der "Zeit"-Beilage "Christ und Welt".
Vielleicht werde die Kirche gerade kritisiert, weil sie zurückhaltender und leiser agiere als Politik und Wissenschaft und sich ihr Wirken oftmals eher im Nahbereich abspiele, schreibt Jeremias, der als Bischof der Nordkirche zuständig für den Sprengel Mecklenburg und Pommern ist.
Der Theologe setzt sich in dem Beitrag mit drei Vorwürfen auseinander. Die Kirche werde zum einen dafür kritisiert, die Einschränkungen der Religionsfreiheit während der ersten Phase der Corona-Pandemie klaglos hingenommen zu haben. Als zweites werde ihr vorgeworfen, dass sie ihre Systemrelevanz nicht plausibiliere. Drittens lese man öfter, es fehle eine theologische Erklärung für den Sinn der Pandemie.
Es sei "äußerst schmerzhaft" gewesen, in der Karwoche und an Ostern keine Gottesdienste mit Gemeindebeteiligung zu feiern, aber man habe die Schwächsten schützen und ein Ansteckungsrisiko vermeiden wollen, erläutert Jeremias. Zudem zeige sich oft in der Arbeit der Kirchengemeinden, dass sie über ein gutes Netzwerk verfügten, um Hilfe zu leisten. Es hätten sich viele kreative Formen der Beziehungsaufnahme entwickelt, resümiert der Bischof. Aber das alles könne auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass kirchliche Arbeit im Wesentlichen von Begegnungen lebe und unter Kontaktbeschränkungen leide.
Die Kirche habe zwar nicht die eine Antwort auf die Krise, aber Christen glaubten an einen Gott, der vor allem im Leid nahe sei, weil er menschlichen Schmerz und menschliches Sterben kenne.

"Wenn wir auch nur ein wenig achtsamer miteinander aus dieser Krise gehen und ein wenig wachsamer im Blick auf die menschliche Ausbeutung natürlicher Ressourcen unserer Erde, wird die durch das Virus geprägte Bewährungszeit auch positive Effekte hervorbringen", schreibt Jeremias. / Quelle: epd

 

Erinnerung zur Versendung der Informationen und Andachten

Wir würden auch weiterhin die Andachten per Post oder per Mail zu schicken, wenn Sie es wünschen.

Falls Sie sich noch nicht gemeldet haben, überlegen Sie bitte, ob sie wünschen:

1. nur eine Andacht für zuhause

2. nur aktuelle Informationen

3. oder eine Andacht und die aktuellen Informationen.

Bitte rufen Sie mich an oder schreiben mir eine Mail, damit wir ab Juni die Verteilung planen können. Danke!

 

Mich erreichten mehrere Nachrichten, die ich gerne an Sie weitergeben möchte.


1. Unterstützung ausländischer Studenten in Rostock

Auch an unseren Hochschulen gibt es Menschen, deren finanzielles Überleben akut gefährdet ist und die dringend finanzielle Hilfe brauchen. Doch für sie gibt es kein staatliches Hilfspaket. Für sie müssen wir jetzt eines schnüren.
Zu diesen Menschen gehören vor allem ausländische Studierende aus dem Globalen Süden. Sie haben keinerlei Zugang zu staatlichen Hilfen (kein BAföG, Wohngeld, keine Unterstützung vom Jobcenter o.ä. , ebenso können internationale Studierende gegenwärtig  von ihren Familien finanziell nun meist nicht mehr unterstützt werden, da in den Herkunftsländern sich die Krise wie bei uns negativ auf den Arbeitsmarkt auswirkt, Stipendien und Kredite sind für sie kaum bis gar nicht erreichbar. Deshalb müssen diese Studierenden ihren gesamten Lebens- und Studierbedarf ausschließlich über studentische Nebenjobs erwirtschaften. In Rostock arbeiten sie vorwiegend in der Gastronomie, im Reinigungsgewerbe, im Wachdienst, in den Kliniken, im Seehafen. Doch in den meisten dieser Bereiche kann momentan nicht gearbeitet und nichts verdient werden.
Manchen von ihnen kann die ESG mit Mitteln von Brot für die Welt, der Nordkirche und aus Kollekten kurzfristig und für begrenzte Zeit oft auch in Kooperation mit der Rostocker Tafel oder einem über das Rostock International House vermittelten Abschlusstipendium helfen und dadurch Studienabbrüche verhindern. Jetzt melden sich aber immer mehr Studierende, die durch die Corona-Krise ins finanziell Bodenlose stürzen. Darunter auch Studierende, die zuvor noch nie Hilfe benötigt haben.
Aus diesen Gründen bitte ich Sie und Euch hiermit ganz herzlich darum,
diesen Rostocker Studierenden im Rahmen Ihrer/Eurer Möglichkeiten zu helfen! Jede Hilfe ist willkommen und wird gebraucht!

Wir haben dazu ein Spendenkonto mit folgender Bankverbindung eingerichtet:
Ev. Kirche in Norddeutschland, HB 2
Evangelische Bank
IBAN DE64 5206 0410 5606 5650 00
BIC GENODEF1EK1
Verwendungszweck: ESG Rostock, Internationale Studierende, Kostenstelle 550 912 10
Spendenbescheinigungen werden bei Bedarf gerne ausgestellt, dafür bitte bei mir Bescheid geben und Adresse angeben.
Ganz herzlichen Dank dafür im Voraus, vor allem im Namen der Studierenden!

Pastor M. Kumlehn

2. Brot für die Welt

Während wir täglich Berichte aus Deutschland, Europa und Nordamerika sehen, kommen nur wenige Informationen aus Afrika oder Südamerika bis zu uns. Partnerorganisationen von Brot für die Welt berichten über katastrophale Zustände im Gesundheitswesen der einzelnen Länder. Die bisher geringen Infektionszahlen in Entwicklungsländern hängen damit zusammen, dass es bisher kaum Testmöglichkeiten gibt. Die Gefahr einer ungehemmten Ausbreitung ist in armen Ländern besonders groß, wenn die internationale Gemeinschaft nicht zusammenhält. Viele Staaten haben bereits Ausgangssperren oder Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgenommen. Die Folge ist, dass viele Menschen kein Einkommen haben. Außerdem sind in zahlreichen Entwicklungsländern die Gesundheitssysteme der Corona-Pandemie nicht gewachsen.

Spendenkonto: Brot für die Welt | IBAN: DE10100610060500500500 | BIC: GENODED1KDB | Bank für Kirche und Diakonie


Gott segne und behüte Sie! Herzliche Grüße Ihre Pastorin Eike Borowski