Corona

Aktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage des Ev. Luth. Kirchenkreises Mecklenburg: 

https://www.kirche-mv.de/Corona.corona.0.html

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich möchte den Osterbrief mit einem Osterwitz beginnen:

Im Traum erscheint einem 60-jährigen Mann ein Engel und sagt:Du hast einen Wunsch frei. Gott will dir eine neue Ostererfahrung schenken. Aber überlege, was Du Dir wünscht. Gott erhört Gebete, aber oft ganz anders als wir denken.“ Der Mann überlegt und sagt dann entschlossen:Ich möchte eine 30 Jahre jüngere Frau.“ Als er am nächsten Morgen aufwachte, war er 90 Jahre alt.

Das Osterlachen war in einigen Regionen vor allem in Bayern vom 14.-19. Jahrhundert ein fester Bestandteil christlicher Tradition. Am Ostermorgen wurde die Predigt mit einem Osterwitz oder einer nicht ganz ernst gemeinten Ostergeschichte begonnen. Inzwischen wird diese Tradition hier und da wiederbelebt. Grundanliegen des Osterlachens war und ist es, die Angst und alles traurige weg zu lachen. Es sollen die Überlegenheit und der Sieg über den Tod symbolisiert werden, der sich an Christus „verschluckt“ hat und der Lächerlichkeit preisgegeben ist. Mit dem Osterlachen übte man auch in lustiger Form Kritik an der weltlichen oder kirchlichen Obrigkeit.

Ein Rabbi, ein Imam und ein Pfarrer treffen sich zum interreligiösen Dialog und tauschen sich auch aus, wie sie mit dem Kollektengeld umgehen: was sie vor Ort behalten, für andere geben usw. Da sagt der Imam: „Nun, ich ziehe einen Kreis in der Moschee, werfe alles Geld nach oben und sage: Allah, was im Kreis ist, behalten wir hier, alles über den Kreis hinaus ist für Dich.“ Sagt der Rabbi: „Machen wir so ähnlich: ich zieh eine Linie in der Synagoge, werfe die Kollekte hoch und rufe: Jahwe, alles was links runter kommt, behalten wir, alles was rechts ist, ist für Dich.“ Sagt der Pfarrer: „Ihr habt ja gar kein Gottvertrauen: Ich werfe alles hoch und sage: Gott, alles ist für Dich! Wenn Du aber in Deiner Güte uns etwas geben willst, dann lass es wieder runter kommen.“

Das Lachen und die Osterfreude brauchen wir in diesem Jahr gefühlt noch viel mehr als sonst. Wir feiern auch in diesem Jahr Karfreitag und Ostern unter besonderen Vorzeichen. Als ich den Gemeindebrief Anfang Februar schrieb, glaubte ich, dass wir befreiter dieses Fest feiern können. Stattdessen schaue ich mit müden Augen auf die steigenden Infektionszahlen und höre mit müden Ohren die endlosen Diskussionen um Stufenpläne, Notfallbremsen und Verantwortlichkeiten. Bisher bleibt die Lage in unserem Gemeindegebiet stabil und die Zahlen steigen nur langsam. Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr Karfreitag und Ostern (anders als im letzten Jahr) mit kurzen Gottesdiensten in der Kirche in Kavelstorf feiern können.

Ich lade herzlich zum Karfreitag um 15 Uhr und Ostersonntag um 10 Uhr ein.

Die Andacht am Gründonnerstag in Reez feiern wir in diesem Jahr nicht.

Sie brauchen sich nicht wie zu Weihnachten anmelden, denn unsere Kavelstorfer Kirche ist für unsere Planungen groß genug. Bei Gottesdiensten nutzen wir inzwischen für die Anmeldung die lucaApp.

Falls die Fallzahlen noch dramatisch ansteigen (Inzidenz mehr als 120), wird es keine Gottesdienste geben. Sie erfahren das über Aushänge, unter www.autobahnkirche-kavelstorf.de oder 038208 242.

Darüber hinaus sind die Kirche immer und die Friedhofskapelle über die Osterfeiertage offen für ihren individuellen Besuch.

Einladen möchte ich außerdem zu einem neuen Actionbound (per App geführter Weg) unter dem Motto „Ostern – eine runde Sache“. Wie im letzten Jahr gehen Sie/geht ihr einen Weg, gibt es kleine Aktionen, Rätsel, Lieder, Aufgaben, Gedanken zu Ostern. Diesen Bound laden Sie/ ladet Ihr mit der App „Actionbound“, die vorher auf dem Smartphone installiert werden muss, auf das Handy.

Die Daten für den Oster – Bound stehen als QR Code ab Ostersonntag auf der Internetseite www.autobahnkirche-kavelstorf.de. und im Schaukasten an der Kirche und am Friedhof.

Ostern feiern wir das Leben. Wir sehen, riechen, hören und spüren es in diesen Tagen wieder deutlich. Die Knospen brechen auf, die Luft riecht nach Erde und zartem Grün, die Vögel singen ihre Lieder und bauen neue Nester und die Sonne scheint uns freundlich ins Gesicht.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Ostertage, die ihnen Freude und Zuversicht geben. Bleiben Sie behütet.

Herzliche Grüße Ihre Pastorin Eike Borowski

Ich bin vom 8. bis 13. April im Urlaub. Die Vertretung hat Pastor Voß aus Sanitz / 038209 424 / übernommen. Den Gottesdienst am 11. April 2021 um 10 Uhr in Kavelstorf feiert mit ihnen Pastor i.R. K. Frenzel.

Mich erreichten mehrere Nachrichten, die ich gerne an Sie weitergeben möchte.

1. Unterstützung ausländischer Studenten in Rostock

Auch an unseren Hochschulen gibt es Menschen, deren finanzielles Überleben akut gefährdet ist und die dringend finanzielle Hilfe brauchen. Doch für sie gibt es kein staatliches Hilfspaket. Für sie müssen wir jetzt eines schnüren.
Zu diesen Menschen gehören vor allem ausländische Studierende aus dem Globalen Süden. Sie haben keinerlei Zugang zu staatlichen Hilfen (kein BAföG, Wohngeld, keine Unterstützung vom Jobcenter o.ä. , ebenso können internationale Studierende gegenwärtig  von ihren Familien finanziell nun meist nicht mehr unterstützt werden, da in den Herkunftsländern sich die Krise wie bei uns negativ auf den Arbeitsmarkt auswirkt, Stipendien und Kredite sind für sie kaum bis gar nicht erreichbar. Deshalb müssen diese Studierenden ihren gesamten Lebens- und Studierbedarf ausschließlich über studentische Nebenjobs erwirtschaften. In Rostock arbeiten sie vorwiegend in der Gastronomie, im Reinigungsgewerbe, im Wachdienst, in den Kliniken, im Seehafen. Doch in den meisten dieser Bereiche kann momentan nicht gearbeitet und nichts verdient werden.
Manchen von ihnen kann die ESG mit Mitteln von Brot für die Welt, der Nordkirche und aus Kollekten kurzfristig und für begrenzte Zeit oft auch in Kooperation mit der Rostocker Tafel oder einem über das Rostock International House vermittelten Abschlusstipendium helfen und dadurch Studienabbrüche verhindern. Jetzt melden sich aber immer mehr Studierende, die durch die Corona-Krise ins finanziell Bodenlose stürzen. Darunter auch Studierende, die zuvor noch nie Hilfe benötigt haben.
Aus diesen Gründen bitte ich Sie und Euch hiermit ganz herzlich darum, diesen Rostocker Studierenden im Rahmen Ihrer/Eurer Möglichkeiten zu helfen! Jede Hilfe ist willkommen und wird gebraucht!

Wir haben dazu ein  Spendenkonto  mit folgender  Bankverbindung  eingerichtet:
Ev. Kirche in Norddeutschland, HB 2
Evangelische Bank
IBAN DE64 5206 0410 5606 5650 00
BIC GENODEF1EK1
Verwendungszweck: ESG Rostock, Internationale Studierende, Kostenstelle 550 912 10
Spendenbescheinigungen werden bei Bedarf gerne ausgestellt, dafür bitte bei mir Bescheid geben und Adresse angeben.
Ganz herzlichen Dank dafür im Voraus, vor allem im Namen der Studierenden!

Pastor M. Kumlehn

2. Brot für die Welt

Während wir täglich Berichte aus Deutschland, Europa und Nordamerika sehen, kommen nur wenige Informationen aus Afrika oder Südamerika bis zu uns. Partnerorganisationen von Brot für die Welt berichten über katastrophale Zustände im Gesundheitswesen der einzelnen Länder. Die bisher geringen Infektionszahlen in Entwicklungsländern hängen damit zusammen, dass es bisher kaum Testmöglichkeiten gibt. Die Gefahr einer ungehemmten Ausbreitung ist in armen Ländern besonders groß, wenn die internationale Gemeinschaft nicht zusammenhält. Viele Staaten haben bereits Ausgangssperren oder Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgenommen. Die Folge ist, dass viele Menschen kein Einkommen haben. Außerdem sind in zahlreichen Entwicklungsländern die Gesundheitssysteme der Corona-Pandemie nicht gewachsen.

Spendenkonto: Brot für die Welt | IBAN: DE10100610060500500500 | BIC: GENODED1KDB | Bank für Kirche und Diakonie

Gott segne und behüte Sie! Herzliche Grüße Ihre Pastorin Eike Borowski